Fördergeld kommt dort an, wo es am meisten bewirkt

148.000 Euro ausgereichte Fördermittel, 49 Projekte und mindestens 1500 erreichte Menschen – die Bilanz der Partnerschaft für Demokratie Limbach-Oberfrohna für dieses Jahr kann sich sehen lassen. Ingesamt profitierten 17 Projektträger in der Stadt von der Förderung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

„Ich freue mich besonders darüber, mit welchen tollen Projekten sich die Fördervereine der jeweiligen Schulen in der Stadt eingebracht haben. Das meiste Geld aus der Partnerschaft für Demokratie kam damit Kindern und Jugendlichen zu Gute. Meiner Meinung nach ist das Geld dort wirklich gut aufgehoben“, sagte Jenny Benedix von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Limbach-Oberfrohna zur heutigen Sitzung des Bündnisses im Esche-Museum.

Mit sechs Projekten konnte der Förderverein für offene Jugendarbeit im Limbacher Land, in dessen Trägerschaft sich das Jugendhaus Rußdorf und der Jugendclub „Suspect“ befinden, die meisten Aktionen umsetzen. Unterstützt wurde unter anderem eine Bildungsreise zum EU-Parlament nach Brüssel. Die größte Einzelförderung ging an die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Limbach-Oberfrohna für die monatlich unter dem Titel „Gemeinsam statt einsam“ stattfindenden Treffen. Das Angebot richtet sich an alle, die sich einsam fühlen und gerne Kontakt suchen. Neben einem Kaffeetrinken und Möglichkeiten zum Kennenlernen und Gesprächen gibt es an den Nachmittagen auch gemeinsame Aktionen. Das sind unter anderem Bastelangebote, Quizrunden, Spielnachmittage oder auch Filmvorführungen.

Das Projekt, das regelmäßig 18 bis 24 Personen im Alter von 50 bis 80 Jahren erreicht, war im Oktober auch für den Sächsischen Generationen Award nominiert. Insgesamt kamen 48 Projekte in die Endrunde, Ulrich Meyer und sein Team sogar unter die Top 3. „Mit dem Preis hat es am Ende nicht geklappt und bei der Preisverleihung musste ich neidlos anerkennen, dass die anderen Projekte besser waren. Das motiviert uns, noch professioneller zu werden“, sagte Ullrich Meyer, Geschäftsführender Ältester der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Limbach-Oberfrohna. Die Angebote der Preisträger waren generationsübergreifend angelegt. Diesem Anspruch wolle man in Zukunft auch bei „Gemeinsam statt einsam“ gerecht werden. Außerdem startet im kommenden Jahr das Generationenbotschafterprogramm der Sächsischen Generationenagentur. „Voraussichtlich werden wir Teil dieses strukturierten Begleitprozesses sein, der das Potenzial ausgezeichneter Projekte stärkt, sichtbar macht und als Best-Practice-Modell andere inspirieren soll“, sagt Ullrich Meyer. Ihm würde es gut gefallen, wenn „Gemeinsam statt einsam“ aus Limbach-Oberfrohna auch in anderen Städten und Gemeinden in Sachsen Schule machen würde. Fest steht schon jetzt: 2026 wird es nicht nur eine Fortsetzung von „Gemeinsam statt einsam“ geben, sondern viele weitere von der Partnerschaft für Demokratie geförderte Projekte.