Neue Projekte und klare Perspektiven: Die Sitzung des Bündnisses im März

Wie die Demokratiearbeit in Limbach-Oberfrohna weitergestaltet wird, stand im Mittelpunkt der jüngsten Bündnissitzung der Partnerschaft für Demokratie. Die Mitglieder trafen sich Anfang März in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, um Neuerungen des Bundesförderprogramms „Demokratie leben“ zu erörtern, neue Projektanträge zu beraten und Ideen für weitere Mikroprojekte zu diskutieren.

Zu Beginn berichtete Katja Hasler, die den Vorsitzenden Dietrich Oberschelp in der Sitzungsleitung vertrat, über den inzwischen eingegangenen Zuwendungsbescheid für das laufende Jahr. Demnach wurde die beantragte Fördersumme vollständig bewilligt. Insgesamt stehen der Partnerschaft damit rund 160.000 Euro zur Verfügung, da zusätzlich eine Kofinanzierung des Freistaates Sachsen eingeplant ist. Gleichzeitig brachte der Bescheid auch einige neue Nebenbestimmungen mit sich. Einige „bürokratische Hürden“ sollen in einer Informationsveranstaltung der zuständigen Regiestelle im März geklärt werden.

Bündnis bewilligt neue Projekte

Einstimmig bewilligt wurde das Vorhaben „Couragierte Kinder – ein demokratiefördernder Ansatz für Kita, Hort und Grundschule“. Das Projekt setzt im Schulalltag an und möchte Kinder frühzeitig für Themen wie Respekt, Wertschätzung und gewaltfreie Konfliktlösung sensibilisieren. Bei dem ganzheitlichen Ansatz werden auch Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte einbezogen. Ebenfalls Zustimmung erhielten zwei Bildungsprojekte zur Erinnerungskultur. Sowohl das Albert-Schweitzer-Gymnasium als auch die Gerhart-Hauptmann-Oberschule planen Exkursionen zur Gedenkstätte Buchenwald. Ziel ist es, historisches Wissen zu vermitteln und junge Menschen zur Auseinandersetzung mit den Folgen von Gewalt, Terror und Diktatur zu ermutigen.

Ideen für Mikroprojekte

Neben den größeren Vorhaben wurden auch kleinere Mikroprojekte vorgestellt, die ein maximales Fördervolumen von bis zu 1.000 Euro haben. Nicole Semper berichtete von einem geplanten mobilen Theaterprojekt für Schülerinnen und Schüler der achten Klassen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Dabei kommt eine Chemnitzer Theaterpädagogin direkt in die Schule und erarbeitet gemeinsam mit den Jugendlichen ein interaktives Stück zum Thema Mobbing.
Ullrich Meyer kündigte außerdem an, ein früheres Projekt im Kulturkeller neu zu beleben. Geplant ist, dort die erste Staffel der Serie „The Chosen“ episodenweise zu zeigen und im Anschluss gemeinsam darüber zu diskutieren.

Auch neue Perspektiven im Bereich Jugendbeteiligung ergaben sich durch Gespräche rund um das Projekt Wanderspace, für das sich die Stadt grundsätzlich interessiert zeigt. Voraussetzung für eine Bewerbung ist jedoch eine aktive Jugendgruppe, die das Projekt vor Ort begleitet.

Für 2026 sind noch Fördergelder verfügbar. Wer Interesse hat, am Projekt mitzuwirken oder eigene Ideen einbringen möchte, kann sich sehr gern bei Jenny Benedix (pfd.lo@kge-erzgebirge.de oder 0179 25 78 620) melden. Zur Antragstellung gehört immer auch eine Beratung durch die Koordinierungs- und Fachstelle, in der Ideen zu Projekten werden.